Kunststoffverarbeitung

Kunststoffe werden in allen Lebens- und Arbeitsbereichen eingesetzt. Ihre Veredelung und Kennzeichnung ist aus verschiedenen Gründen mitunter mit einigem Aufwand verbunden.

Wie Sie gute Haftung der Tinten auf der Materialoberfläche erzielen und welche Möglichkeiten der digitale Direktdruck für starre und flexible Substrate sonst noch bietet, erfahren Sie hier.


Flexible Medien & Thermoforming

Der digitale Direktdruck bietet heute unzählige Möglichkeiten zur berührungslosen Kennzeichnung und Veredelung verschiedenster Werkstoffe. Die Bedruckung starrer Medien zählt, bis auf wenige Ausnahmen, mittlerweile zu den Standardaufgaben im Direktdruck. Bei flexiblen Substraten hingegen handelt es sich fast immer um Sonderanwendungen, die den Einsatz spezieller Tinten erfordern.

Anwendungsbereiche und Anforderungen: Mögliche Anwendungsbereiche für diese Spezialfarben sind beispielsweise Tastatur- oder Magnetfolien sowie zunächst starre Kunststoffelemente, die nach dem Druck im Tiefziehverfahren in ihre finale Form gezogen werden.

Das Hauptaugenmerk bei der Bedruckung flexibler Medien liegt in erster Linie auf der Verformbarkeit bzw. Dehnbarkeit des Druckgutes. Die Farben dürfen bei der Verformung des Materials weder abplatzen noch aufreißen. Außerdem dürfen sie nicht aufdehnen und keine Bruchkanten bilden, wenn der bedruckte Gegenstand geknickt wird.

Lösungsansätze: Wir bieten verschiedene Lösungen zur Verarbeitung flexibler Medien an. Schicken Sie uns Ihre Produkte zur unverbindlichen und kostenlosen Bemusterung, oder besuchen Sie uns zu einem individuellen Demotermin in Renchen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Oberflächenaktivierung

Die niedrige Oberflächenspannung vieler Kunststoffe, einschließlich Polyethylen und Polypropylen, hat oft negative Auswirkungen auf deren Bedruckung. Um eine nicht lösbare Verbindung zwischen Tinte und Medium zu erzielen, muss die Druckfarbe das Trägermaterial gut benetzen können. Dazu muss die Oberflächenspannung des Substrates mindestens genauso hoch sein (oder etwas höher) wie die der aufzutragenden Flüssigkeit.

Da Tinten, im Gegensatz zu Kunststoffen, von Haus aus eine sehr hohe Oberflächenenergie aufweisen, muss der Träger aktiviert und so ein Spannungsausgleich geschaffen werden. Es gibt mehrere Verfahren, die Oberfläche von Kunststoffen zu aktivieren. Mit einer Corona- oder Plasmavorbehandlung wird die Oberflächenspannung mittels elektrischer Entladung erhöht und somit die Benetzbarkeit und Haftung der Tinten auf dem Kunststoff verbessert. Hochspannungsentladung in der Luft oder im Vakuum sind derzeit die fortschrittlichsten und erfolgreichsten Methoden für diesen Zweck. 

Die nahezu potenzialfreie Plasmaoberflächenbehandlung eignet sich besonders für komplex geformte Profile, die nicht mit Coronasystemen bearbeitet werden können. Heutzutage werden in vielen Industriesektoren sehr hohe Anforderungen an die Lebensdauer und Sicherheit bestimmter Teile bzw. Prozesse gestellt. Mittels Plasmaaktivierung besteht die Möglichkeit, die Oberflächenspannung zu erhöhen und so die lange Haltbarkeit der Druckfarben auf dem Medium zu gewährleisten. Weitere Möglichkeiten zur Oberflächenaktivierung von Kunststoffen sind u. a. Fluorierung, Beflammung oder Ionisierung.

Rundum dekorieren und kennzeichnen

Abgesehen von der 360°-Bedruckung kleinformatiger zylindrischer Medien ist es im digitalen Direktdruck derzeit leider nicht möglich, Sub-strate in nur einem Verarbeitungsschritt rundum zu dekorieren. Die Nachfrage nach der Umsetzbarkeit dieser Anwendung im Digitaldruck steigt aber in industriellen Bereichen, und hier besonders in der Kunststoffindustrie, merklich.

Mithilfe eines neuen Vakuum-Thermotransferverfahrens kann dieser Markt jetzt bedient werden. Hierzu wird ein spezieller Trägerfilm mithilfe eines Digitaldruckers und mit thermoreaktiven Tinten mehrfarbig in der gewohnt hochaufgelösten Bildqualität bedruckt. Die bedruckte Folie wird auf das wiederum speziell beschichtete Substrat aufgelegt und in einem Wärmeschrank auf bis zu 140 °C erhitzt. Per Vakuumansaugung wird im Heizschrank dafür gesorgt, dass das bedruckte Trägermaterial rundherum den nötigen Kontakt mit dem Druckgut herstellen kann. So wird die gleichmäßige Übertragung der Tinten in allen Bereichen des Produktes sichergestellt.

Dieses innovative digitale Transferverfahren ist für die Veredelung hitzebeständiger Kunststoffteile jeglicher Form geeignet. Verschiedenste Standardprodukte wie bspw. Handy- und Tabletschalen werden bereits auf diese Weise dekoriert und personalisiert. Es gibt aber auch schon erste Industrieunternehmen, u. a. im Automotive-Bereich, die die Vorteile dieses speziellen Thermotransfers für sich entdeckt haben. 

Der Veredelung beinahe jeglicher Art von Kunststoffteilen sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt. Sprechen Sie uns an! Wir informieren Sie über die Möglichkeiten zur technischen Umsetzbarkeit Ihres Projektes.

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